Geschichte

Die Beschreibung des im Jahre 1964 angenommenen Wappens lautet:
Gespalten, vorne in Silber blaues Eisenhutfeh in drei Reihen, hinten in Eisenhutschnitt gespalten von Gold und Rot. Das Hoheitszeichen spiegelt die Ortsgeschichte wieder. Das Gut Allmannshofen war im Besitz der Reichsmarschalle von Pappenheim, ehe es 1688 an das Kloster Holzen überging. Die Darstellung zeigt dies durch die Kombination des Pappenheimischen Stammwappens und des Wappens der Adelsfamilie von Haslang auf Haslangkreit. Die Pappenheimer Farben (in Blau silbernes Eisenhutfeh) wurden zur Unterscheidung von anderen Gemeindewappen, die ebenfalls das Zeichen der Marschälle verwenden, vertauscht. Das Familienwappen (im Eisenhutschnitt gespalten von Gold und Rot) der Hildegard von Haslang auf Haslangkreit, die sich als Äbtissin im 17. Jahrhundert um Kloster Holzen verdient gemacht hatte, dokumentiert die Bedeutung der ehemaligen Benediktinerinnenabtei für die Gemeinde.

Allmannshofen mit den Ortsteilen Holzen, Hahnenweiler, Schwaighof und Brunnenmahdsiedlung ist die nördlichste Gemeinde im Landkreis Augsburg. Sie ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Die Flur ist größtenteils in den „Naturpark Augsburg-Westliche Wälder“ mit einbezogen. Die Hauptarbeitsplätze der Pendler sind in Augsburg, Meitingen und Donauwörth, da am Ort selbst nur einige Handwerksbetriebe sind.

Allmannshofen = zu den Höfen des Altmann, ist eine Rodesiedlung (von Ehingen aus). 1217 Altmannshofen, 1245 Altmanneshoven (erster Pfarrer erwähnt). Es gehört 1214 zur Herrschaft Rechberg nach dem Urbar der Reichsmarschälle von Pappenheim.

Pfarrkirche Sankt Nikolaus
Die Pfarrei Allmannshofen ist erstmals 1217 urkundlich erwähnt. Tatsächlich ist die Ansiedlung mindestens 150 Jahre älter. Die Spuren der ersten Besiedlung reichen bis in die Keltenzeit zurück und während der römischen Besatzung waren die Höhen von Allmannshofen ein wichtiger Punkt zur Beobachtung der Ebene zwischen Lech und Schmutter.

Die Pfarrkirche (St. Nikolaus) wurde 1714 im Barockstil erbaut, 1880 erweitert, 1928/29 und 1956/57 sowie 1995/96 geschmackvoll renoviert. Eine Besonderheit ist der Kreuzweg des Malers Franz Hummel aus München.

St.-Moritz-Kapelle
Ein Anziehungspunkt ist die am Nordrand des Dorfes auf der Höhe gelegene St.-Moritz-Klause. Jahrhundertelang pilgerte man zu dem Gnadenbilde in der alten Kapelle, dem hl. Moritz, einer aus Holz geschnitzten Statue. Ungefähr um das Jahr 1640 wohnten nacheinander drei Einsiedler oder Klausner in einem von ihnen selbst verfertigten Bretterverschlag, der unmittelbar mit dem alten Kirchlein verbunden war, und darum hießen nun beide Teile zusammen (Kirchlein und Wohnung der Klausner) die Allmannshofener „St. Moritz-Klause „. 1710 wurde diese alte Kapelle abgebrochen und durch das jetzige Moritzkirchlein ersetzt.

Kloster Holzen
Kloster Holzen mit seinen beiden Türmen grüßt von der Höhe über der Schmutter weit in die Lechebene hinaus. Das Kloster wurde 1152 von Marquard von Donnsberg als Dank für einen gesund überstandenen Kreuzzug gegründet. Nach zweimaliger Zerstörung besteht es in seiner jetzigen Form in dem wuchtigen Konventsgebäude und der herrlichen Barockkirche seit 1710. Angegliedert sind Werkstätten und Wohngebäude für geistig Behinderte, die vom Dominikus-Ringeisen-Werk, einer Einrichtung der St. Josefs-Kongregation Ursberg betreut werden.

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